Kalletaler Eckhard Bebermeier erhält Lippischen Ehrenring

Kreis Lippe/Kalletal (nl). Dr. Axel Lehmann hat in einer feierlichen Veranstaltung im Schloss und Gut Wendlinghausen nun den zehnten Lippischen Ehrenring verliehen. „Wir blicken auf zehn Jahre zurück, in denen der Kreis Lippe ganz unterschiedliche Menschen aus ebenso unterschiedlichen Engagementfeldern ausgezeichnet hat. In diesem Jahr darf ich erneut tolles Engagement auszeichnen und das in einem besonders schönen Ambiente“, hob Dr. Lehmann in seiner Begrüßung hervor. Auf seiner Liste standen viele engagierte Menschen aus verschiedenen Teilen des Kreises Lippe, die der Landrat ausgezeichnet hat. Und einer davon kam aus Kalletal!

Zu den Ausgezeichneten gehört nämlich Eckhard Bebermeier aus Kalletal, der sich vor allem im sportlichen Bereich verdient gemacht hat.

Vorgeschlagen wurde Bebermeier für diese Auszeichnung im vergangenen Jahr von Kalletals Bürgermeister Mario Hecker. „Angeregt wurde diese besondere Auszeichnung in Absprache mit dem leider zwischenzeitlich verstorbenen, ehemaligen Bürgermeister Klaus Fritzemeier und der ersten Vorsitzenden des TuS Langenholzhausen, Cornelia Rehse“, sagt Hecker, der sehr bedauert, dass Klaus Fritzemeier dies nicht mehr erleben durfte.

In seinem Schreiben an den Landrat erklärte Bürgermeister Hecker, dass Eckhard Bebermeier, der 1942 in KalletalLangenholzhausen geboren wurde und seither dort wohnt, in der Chronik des TuS Langenholzhausen als „Eckpfeiler der TuS-Geschichte und zugleich lebendes Vorbild in Engagement, Uneigennützigkeit, Fleiß, Ehrgeiz und Idealismus“ beschrieben wird.

Seit mehr als 60 Jahren ist er Mitglied im TuS Langenholzhausen und seit fast 50 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich für den Verein, insbesondere für den Fußballsport und den Sportplatz.

Von 1971 bis 1990 war er als Fußball-Obmann an der Linie aktiv. Unter seiner Ägide wurden Trainergrößen wie Juan Carera, Gerhard (Atze) Schweinitzer oder Klaus Stutzke verpflichtet. Die 1. Mannschaft spielte sowohl in der Bezirks- als auch Kreisliga A. 1991 wechselte Eckhard Bebermeier in den Vorstand des Vereins. Bis zum Jahr 2000 war er mal 2. und mal 3. Vorsitzender, nie an erster Stelle, aber er hatte die Fäden im Hintergrund immer in der Hand.

„Sein größter Verdienst sind seine praktischen Tätigkeiten. Als gelernter Maurer war er von Anfang an an den großen Bau-Projekten auf dem Sportplatz am Kirchberg beteiligt, sei es bei der Erstellung der Flutlichtanlage, des Rotgrantplatzes oder der Errichtung des Ballfangzaunes. Die Renovierung des Sporthauses von 1996 bis 1998 fand unter seiner Leitung statt. Mehr als ein Viertel der ehrenamtlich geleisteten Stunden (1141 Stunden) wurden durch ihn erbracht. Mit seiner Hartnäckigkeit setzte er die Vergrößerung und Modernisierung durch, so dass der TuS Langenholzhausen jetzt, auch nach 20 Jahren noch, eines der besten Sporthäuser im Kalletal besitzt“, so Hecker weiter.

Und: „Nachdem in der Neujahrsnacht 2016 die Getränkebude am Sportplatz abgebrannt war, wurde diese Bude unter der Leitung von Eckhard Bebermeier wieder aufgebaut. Auch hier hat der Verein von den geplanten Herstellungskosten in Höhe von 48.000 Euro, mindestens 18.000 Euro durch Eigenleistungen einsparen können, die zum großen Teil von Eckhard Bebermeier erbracht wurden“, so der Bürgermeister.

In dem Schreiben an den Kreis heißt es weiter: „In die Pflege auf dem Platz und rundherum war Eckhard Bebermeier seit den 1990er Jahren involviert, zusammen mit anderen hat er sich um die Rasenpflege gekümmert. Seit 2007 kümmert er sich hauptsächlich allein um die ganze Anlage und lässt es sich auch nicht nehmen, die Linien für die sonntäglichen Fußballspiele selbst zu ziehen, so dass der Platz in einem vorbildlichen Zustand ist. Je nach Saison ist er täglich vor Ort, mäht, düngt und walzt den Rasen, schneidet die Hecken und findet andere Kleinigkeiten, die zur Pflege einer solchen Anlage gehören“, so Mario Hecker.

„Seine Verdienste für den TuS Langenholzhausen können gar nicht hoch genug bewertet werden. Eckhard Bebermeier lebt für den Fußball, die Sportanlage und das Vereinsleben“, bestätigt mir die 1. Vorsitzende vom TuS Langenholzhausen, Cornelia Rehse.

„Damit unser Land, der Kreis, die Kommune funktionieren kann, brauchen wir Engagement wie dieses. Mit dieser Auszeichnung möchten wir aufzeigen, dass es in Lippe unzählige Menschen gibt, die sich für die Gemeinschaft einsetzen“, betonte Katharina Schröder vom Ehrenamtsbüro des Kreises Lippe.