DorfApp und Kalletaler Image-Seite im Internet

Kalletal-Lüdenhausen (fmt) . Ob die Kirche der richtige Platz für eine Veranstaltung, wie die zur Einführung einer App ist, dies fragte sich nicht nur der Lüdenhauser Pfarrer Horst-Dieter Mellies. Für sich selbst bejahte er das aber in seiner Begrüßung vor der übervoll besetzten Kirche. Die Kirche, so der Pfarrer, sei schon immer ein Ort der Kommunikation gewesen, deshalb finde er die Idee gut und habe zugestimmt. So startete dann das gut zweistündige „Heimat-Programm“ getragen von schwerer Musik aus dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ mit Luftbildern aller Kalletaler Dörfer in der Lüdenhauser Kirche.

Die ursprünglich offizielle Hochschaltung der neuen DorfApp in Lüdenhausen, wurde zu einem großen Abend mit viel Lob auf die dörfliche Heimat.

Neben der Vorstellung und Freischaltung der DorfApp hielt das Programm noch die Vorstellung und Freischaltung der neuen Kalletaler Image-Website sowie Hinweise auf Förderprogramme und die Verleihung von Preisen der Finke-Stiftung bereit. Höhepunkt war nach Meinung von Bürgermeister Hecker aber die Übergabe des Heimatpreises NRW durch Lutz Kunz von der Bezirksregierung in Detmold.

Moderatorin Mara Wedertz führte durch das zweistündige Programm mit Gästen, Vorträgen und einer Diskussion. Unter den Gästen war unter anderem Tim Hartmann, ein junger Mann aus dem Dorf Heeren, der unter dem Titel “DorfstattStadt“ bloggt und über sein Leben auf dem Dorf berichtete.

Michaela Lehnert vom Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe demonstrierte anhand von Beispielen die Funktion der neuen DorfApp.

Die DorfApp ist ein Bestandteil der durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Dorfgenossenschaft Lüdenhausen, zu der auch die bereits angeschafften beiden E-Autos gehören.

Mit der DorfApp können Nutzer nun u. a. einen Müllkalender aufrufen, Veranstaltungen sehen oder wichtige Bürgermitteilungen an die Verwaltung senden.

Die neue Kalletaler Image-Website stellten Kerstin und Karl-Gerd Striepecke überaus leidenschaftlicher Form vor. “Dörflich leben – ländlich wohnen – stadtnah arbeiten“, ist die Grundlagen der neuen “KalletalHochdrei“ Image-Website, die an diesem Abend nicht nur vorgestellt wurde sondern ebenfalls online geschaltet worden ist.

Mit ihr, so die beiden Entwickler aus Stemmen, wolle man vor allem die Jugend erreichen. Noch bevor dann Bauamtsleiterin Ewa Herrmann einen umfangreichen Überblick über die Unterschiede von “Heimat-Scheck“, “Heimat-Preis“, “Heimat-Werkstatt“, “Heimat-Fonds“ und “Heimat-Zeugnis“ aufzeigte, und so einen Überblick über die Heimatförderung NRW für das Dorf gab, wurden die Preise der Finke-Stiftung vergeben.

Preisträger und jeweils mit 300 Euro bedacht waren: Die Gymnastikgruppe von Germania Westorf für eine neue Turnbank, die Vereinsgemeinschaft Westorf für eine Verstärkeranlage für die Seniorenfeiern, die Vereinsgemeinschaft Kalldorf für eine Wildblumenweise an einer Landschaftsliege, die Dorfgemeinschaft Langenholzhausen für eine Seniorenweihnachtsfier im Jahr 2019 und die AWO Langenholzhausen für eine Fahrt nach Olderdissen mit Jung und Alt. Weiter ging es mit der AWO Lüdenhausen für eine Muttertagsfahrt, den Singkreis und die Kirche in Lüdenhausen für eine Weihnachtsfeier und den Auftritt der Lila Bühne. Bedacht wurden auch der Freibadverein für altengerechte Liegestühle im Freibad, die KiTa Zwergenhaus für Bastelmaterial für jung und alt sowie der Bürgerbusverein.

Lutz Kunz von der Bezirksregierung in Detmold schloss sich dem Geldsegen an und übergab den ersten Heimatpreis des Landes NRW an den Vorsitzenden des Bauausschusses, André Bierbaum, sowie an den Initiator und Antragsteller, Klaus Hoffmann.

„Wer und in welcher Form nun das Preisgeld bekommt, darüber muss noch braten werden, Vorschläge sind erwünscht“, sagte André Bierbaum.

Mit einer abschließenden Diskussionsrunde unter dem Titel “Neue Dorf Impulse“, mit dem Dorf-Blogger Tim Hartmann, dem Dorfcoach des Kreises Lippe, Thomas Cleve, Axel Bürger und dem Vorsitzenden des Lippischen Heimatbundes Dr. Albert Hüser sowie einer Verabschiedung in den Ruhestand von Jürgen Kohlhagen, endetet die Veranstaltung.

Kohlhagen, war vierzig Jahre beim Kreis Lippe und dort zuletzt für die Kreisentwicklung zuständig. Er wurde vom Bürgermeister extra zu dieser Veranstaltung eingeladen und als Freund und Wegbereiter der Gemeindeentwicklung bezeichnet. Jürgen Kohlhagen bedankte sich für die Ehrung und meinte zum Abschluss: „Das Kalletal hat sich in den letzten drei Jahren total gemausert und stellt sich vorbildlich da. Endlich ist Ruhe eingetreten.“