Stadt betreibt Klimaschutz und Kostensenkung

Barntrup (red). Klimaschädliche Treibhausgasemissionen von über 40 Tonnen CO2 können pro Jahr in der Stadt Barntrup durch die geplante Umrüstung der alten Kofferleuchten, die mit Natriumdampf-Hochdrucklampen bestückt sind und teilweise ein Alter von 40 Jahren haben, vermieden werden. So die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Barntrup, Lea Kohlhage.

Im Rahmen von finanziellen Einsparpotenzialen im kommunalen Bereich, wurde vom Verwaltungsmitarbeiter, Tassilo Vollmer (Bild Mitte) im Jahr 2016 ein digitales Bestandskataster, über die vorhandenen Beleuchtungsstandorte in der Stadt Barntrup mit Hilfe eines GPS-Vermessungsgerätes, erstellt.

Zu jedem Straßenlichtpunkt wurden Informationen zum Standort, sowie Angaben zur Lampenart und zum Leuchtmittel, erfasst. Aus den daraus gewonnen Werten wurde ein fachplanerischer Konzeptvorschlag der Umstellung auf eine LED-Straßenbeleuchtung für Barntrup und die Ortsteile erstellt.

Von 881 erfassten Straßenlichtpunkten sollen zunächst 688 veraltete Leuchten durch moderne LED Technik ersetzt werden.

Durch den Abschluss eines Contractingvertrags mit einem Investor, der maximal über zehn Jahre läuft, werden bei der Umstellung der Stadt Barntrup keine Kosten entstehen. Die jährliche Servicegebühr wird durch die Energie- und Wartungskostenersparnis gezahlt. Nach Ablauf des Contractingvertrags wird die Stadt dann Eigentümerin der Beleuchtungsanlage. Ab dann profitiert der städtische Haushalt von der Energie- und Wartungskostenersparnis zu 100 Prozent jedes Jahr.

„Ich freue mich, dass die Politik dem Sanierungsvorschlag der Verwaltung gefolgt ist, so können wir jetzt eine Ausschreibung der Beleuchtungsumstellung für das Jahr 2019 vornehmen. Somit ergibt sich ab der Umstellung eine jährliche Energiekosteneinsparung von etwa 17360 Euro sowie einen voraussichtlichen Wegfall der gemittelten Reparatur- und Wartungskosten von circa 8600 Euro pro Jahr. Bei dieser Vorgehensweise entsteht kein (einer einzelnen Straße zuzuordnender) beitragsfähiger Aufwand im Sinne des KAG-NRW und somit auch keine Beitragspflicht für die Anlieger.

Eine LED ist nicht nur energiesparend und gibt sofort die volle Helligkeit ab, sondern durch die lange Lebensdauer ist diese zusätzlich auch noch ein umweltschonendes Leuchtmittel. Nach der Umstellung wird der Straßenraum heller und trägt somit zur Steigerung der öffentlichen Sicherheit bei“, so Bürgermeister Jürgen Schell.