Eine Extraportion Glück fürs neue Jahr

Nordlippe (nl). Partystimmung, Feuerwerk und Fondue – das gehört zur Silvesternacht genauso dazu wie so mancher Glücksbringer. Schließlich möchte man das neue Jahr so glücklich, erfolgreich und gesund wie nur möglich erleben. Da kommen in der Nacht der Nächte Glückssymbole wie Schornsteinfeger, Marzipanschweinchen oder vierblättrige Kleeblätter genau richtig.

Andere Länder, andere Sitten – das gilt auch in dieser Hinsicht. Unsere europäischen Nachbarn sind teils deutlich kreativer, was Glücksbringer und Gebräuche rund um die Silvesternacht angeht.

Eiskalt ins neue Jahr starten, dieses Motto nehmen viele Menschen in den Niederlanden wörtlich. Das „Nieuwjaarsduik“, das Neujahrstauchen, hat hier eine lange Tradition. Allein in Scheveningen wagen jedes Jahr Tausende den Sprung in die eiskalten Nordseefluten, um buchstäblich das alte Jahr abzuwaschen. Allmählich setzt sich dieser Brauch auch an der deutschen Nordseeküste, etwa in Büsum in Schleswig-Holstein, durch. Ebenso beliebt ist das Eisschwimmen in einem See in Osteuropa, etwa in Tschechien. In Dänemark hingegen macht man es sich einfach beim Glückssprung: Dafür greift man sich kurzerhand einen Stuhl und hüpft kurzerhand von ihm ins neue Jahr. Das soll das Glückskonto frisch aufladen. Ob es hilft, kann jeder gleich bei Lotterien probieren. Menschen aus 18 Ländern tippen, wie jeden Freitag, auch am 28. Dezember und 4. Januar beim Eurojackpot mit. Glücklicher als mit einem Millionengewinn lässt sich wohl kaum das Jahr 2019 beginnen. Bis zu maximal 90 Millionen Euro können sich dabei im Jackpot befinden.

Auf der Jagd nach dem Glück gibt es jedenfalls die unterschiedlichsten Aberglauben. In Polen zum Beispiel ist es üblich, eine Schuppe des Weihnachtskarpfens aufzuheben und ins Portemonnaie zu legen. Das soll im neuen Jahr stets für finanziellen Nachschub sorgen.

Ums Liebesglück geht es bei einer anderen Tradition: Ledige polnische Frauen legen sich in der Silvesternacht einige Mohnkörner in den Schuh, um im neuen Jahr den Traummann zu treffen. Reizvoll ist in jedem Fall der Blick in die Zukunft. Was man traditionell mit dem Bleigießen versucht, betreibt man in Finnland im XXL-Format: Hier wird gleich ein ganzes Hufeisen eingeschmolzen, um es anschließend in kaltem Wasser erstarren zu lassen und seine Formen zu deuten. Wer weiß, vielleicht sieht das Metall ja wie ein großer Haufen Bargeld aus?

Passend dazu wechseln wir am 5. Februar 2019 in das chinesische Jahr des glücklichen und vergnüglichen Erd-Schweins bis zum 24. Januar 2020. Ein Schwein, das bringt Glück, Reichtum und Zufriedenheit mit sich. Am glücklichsten mit sich selbst wird dieses Jahr derjenige sein, der sich für soziale Einrichtungen oder die Gemeinschaft einsetzt. Finanzieller Erfolg kann sich auch einstellen, denn schließlich ist es das Jahr des „glückbringenden Schweins“. Im Jahr des Erd-Schweins geht es aber noch vielmehr um den Zusammenhalt in der Gemeinschaft, Teamgeist und fröhliches Zusammensein. Das Erd-Schwein ist übrigens das vernünftigste Schwein. Es lässt sich nicht so schnell in Rage bringen und ist sehr verlässlich. „Genieße das Leben und all die schönen Seiten, die es zu bieten hat!“ könnte ein weiteres Motto lauten, denn das Schwein ist ein wahrer Genießer.

China feierte 2007 zuletzt das Jahr des goldenen Schweins. Es gab ein Phänomen zu beobachten, das die Krankenhäuser ordentlich forderte: Die Geburtenrate stieg plötzlich an, viele Frauen versuchten, ihr Kind noch im Jahr des Glücks zur Welt zu bringen. Eine Geburt bringt einen „Neuanfang“ und Glück mit sich. Und das ist ein großer Grund zum Feiern. Das Schwein liebt es, Feste zu feiern. Dabei trennt es nicht zwischen Mein und Dein, denn Teilen liegt dem Schwein am Herzen.

In diesem Sinn wünscht Ihnen das Team vom Nordlippischen Anzeiger einen guten Rutsch in ein gesundes 2019!