„Jugend und Kultur Extertal“ entwickelt eine eigene App

Extertal (red). Digitalisierung und Neue Medien gehören heute zum Alltag der allermeisten Menschen. Wie aber sieht es mit demokratischer Teilhabe und Mitbestimmung in der digitalen Welt aus? Mit dieser Frage haben sich Extertaler Jugendliche und junge Erwachsene im Kinder- und Jugendzentrum „Häuschen“ in Almena auseinandergesetzt und im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“, welches vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, eine Jugendzentrums- beziehungsweise Sozialraum-App für mobile Endgeräte entwickelt und programmiert.

Zunächst schilderten die Besucher und Besucherinnen der Jugendeinrichtungen in Almena und Bösingfeld ihre konkreten Vorstellungen und Wünsche, dann ging es an die handwerkliche Umsetzung. Es entwickelte sich eine „Projektgruppe App“ die sich wöchentlich jeden Dienstag in Almena traf. Tonangebend war hier Predrag Milanovic, seit Langem Besucher und ehrenamtlicher Helfer beim Verein „Jugend und Kultur Extertal e.V.“ – kurz: JuKulEx – im IT Bereich.

Als Leiter des Unternehmens konnte der Programmierer Nils Koch – er ist Bachelor of Engineering Informationstechnik sowie Master of Science IT-Sicherheit – gewonnen werden. Er gewährleistete während der gesamten Zeit das Controlling des Projektes und unterstützte die Jugendlichen beim Programmiervorgang selbst. Er sprang in die Bresche, wenn sie „nicht weiterkamen“ und stand ihnen mit praktischen „best practice“ Tipps mit Rat und Tat zur Seite. Darüber hinaus war er oft persönlich vor Ort, um in mehrstündigen Workshops gemeinsam mit den Jugendlichen die Arbeit am Projekt voranzutreiben.

Die pädagogische Steuerung des Projekts lag bei „JuKulEx“-Mitarbeiter Sebastian Fritzemeier. „Didaktisch war mir als pädagogische Leitung des Projektes wichtig, dass die Jugendlichen kein ‚fertiges Produkt‘ vorgesetzt bekommen, sondern sowohl bei der Planung als auch bei der ‚handwerklichen‘ Arbeit des Programmierens involviert sind. Sie sollten ihr eigenes Knowhow einbringen und sich Gedanken darüber machen, was die gemeinsame App für Funktionen haben sollte. Wichtig war mir darüber hinaus auch, die praktische Arbeit der Entwicklung bzw. des Programmierens in den Öffnungszeiten und in den Räumlichkeiten unserer Jugendeinrichtung anzugliedern. Um einerseits den Bezug zum Jugendzentrum klar herzustellen, zum anderen, um Besuchern, die bisher (noch) nicht mit dem IT-Bereich in Berührung gekommen sind, hierfür zu interessieren.“

Die fertige App ist sowohl auf Smartphones als auch auf Tablets lauffähig. Eingepflegt sind unter anderem ein Info-Button mit den Freizeitaktionen des jeweiligen Monats sowie eine Map-Funktion. Eine spätere Erweiterung auf andere Systeme wie Apple IOS oder Webbrowser ist ebenfalls denkbar.

Unterstützt wurde die Aktion außerdem von „Marketing Extertal e.V.“, der einen Datensatz aus dem Projekt „Mein schöner Tag im Extertal – Freizeitkarte für Kinder und Jugendliche“ zur Verfügung stellte.