Schöne Bescherung in Talle vor Weihnachten

Kalltal-Talle (fmt). Der Weg war lang, doch jetzt ist mit der Übergabe des Zuwendungsescheides der Bezirksregierung im Rahmen des Leader-Programms die Finanzierung zum Erwerb und Ausbau des Tempelhauses in Talle gesichert. Im Beisein von Bürgermeister Mario Hecker, dem Vorsitzende der LAG, Friedrich Ehlert, und den beiden LEADER-Managern Borris Ortmeier und Diana Rieke, überbrachte der zuständige Leiter der Bezirksregierung, Jens Kronsbein, jetzt den Zuwendungsbescheid über 167.000 Euro für das Projekt.

Seit gut zwei Jahren ist das in Talle selbst nicht unumstrittene und oft diskutierte Projekt eines neuen Dorfgemeinschaftshauses mit Dorfbüro im Gespräch. Viele Versammlungen und unzählige Bemühungen der beiden Hauptakteure, Dieter Hartwig und Rainer Dubbert haben jetzt letztlich zur finanziellen Sicherung des Projektes geführt. Neben dem jetzt erhaltenen Zuwendungsbescheid werden die geplanten Gesamtkosten in Höhe von rund 257.000 Euro durch weitere Zuwendungen der NRW Stiftung in Höhe von 50.000 Euro, 25.000 Euro Spenden und 18.000 Euro Eigenleistung gedeckt.

„Allerdings können wir jetzt noch nicht sofort starten. Wir warten auf die Baugenehmigung und gehen dann in die vorgeschriebene öffentliche Ausschreibung. Wir denken, dass wir im Frühjahr mit der Umsetzung der Pläne beginnen können“, so Dieter Hartwig.

Bürgermeister Mario Hecker wies noch einmal auf die schon durch Leader-Finanzierung bereits geförderte neue Weserfähre hin. „Wenn wir die beiden jetzt geförderten Projekte und die noch im Raum stehenden Förderungen für das geplante Walderlebniszentrum sowie weitere Projekte die noch auf Zusagen warten zusammennehmen, werden am Ende rund 600.000 Euro Fördergelder ins Kalletal geflossen sein“, sagte er. Damit, so der Bürgermeister, sei die Grenze der zwischen den nordlippischen Kommunen intern vereinbarten Summen erreicht.

Friedrich Ehlert, Bürgermeister von Dörentrup und Vorsitzender der LAG e.V., sagte: „Wie man an Talle sieht, liegt es am Engagement der Bevölkerung etwas zu erreichen.“

Wie er, sieht auch der zuständige Projektleiter der Bezirksregierung Jens Kronsbein, das gesamte Engagement und das Projekt in Talle als gute Werbung für das Leader-Programm an. „Die Zuwendung an die Dorfgemeinschaft zeigt, auch wenn es im Vorfeld für die Antragsteller nicht immer einfach ist, wie viel Spielraum wir haben, wenn ein Konzept überzeugt“, so Kronsbein.

Leader-Manager Borris Ortmeier trug noch einmal einen kurzen Überblick über das Gesamtvolumen vor. Demnach stehen insgesamt für die Region Nordlippe 2,3 Mio. Euro zur Verfügung. Voraussetzung für eine Förderung ist ein genehmigungsfähiger Antrag bis zum Jahr 2020, deren Umsetzung bis zum 2023 erfolgen kann. Von der zur Verfügung stehenden Summe seien bereits rund 750.000 Euro bewilligt und rund 1,3 Mio. Euro für lokale Aktionsgruppe vorgesehen.

Insgesamt seien aber immer noch Vorschläge zur Förderung möglich, betonten er und Jens Kronsbein.