Ehrungen für langjährige Zugehörigkeit zur Wehr

Kalletal-Langenholzhausen (fmt). Rund Zweidrittel der sechzig Mitglieder der Ehrenabteilung der Kalletaler Freiwilligen Feuerwehr waren am Samstag zur traditionellen Herbstversammlung gekommen. Die Wehrführer Udo Knaup, Michael Pohlmann und Michael Grüttemeier sowie Bürgermeister Mario Hecker waren ebenfalls dabei.

Auf der Veranstaltung, im Volkeninghaus der Kirchengemeinde in Langenholzhausen, wurden wie in jedem Jahr um diese Zeit, wieder langjährig zugehörende Feuerwehrleute geehrt.

Neben den Ehrungen stand wie gewohnt ein Bericht der Wehrführung auf der Tagesordnung.

Für fünfzigjährige Mitgliedschaft wurden Klaus Heidrich und Helmut Vetter geehrt. Sechzig Jahre ist Helmut Hagedorn dabei und für ihre siebzigjährige Zugehörigkeit wurden Friedrich Heilemeier und Fritz Brandsmeier geehrt.

Der Sprecher der Ehrenabteilung, Helmut Vetter, begrüßte die Kammeraden und hob beim Gedenken an die Verstorbenen noch einmal den vor wenigen Wochen verstorbenen Altbürgermeister Klaus Fritzemeier hervor.

Danach berichtete Wehrführer Udo Knaup über das bisherige Jahr. „Es war bis jetzt eines unserer einsatzstärksten Jahre“, sagte er. „Von Stumm Friederike in Frühjahr mit seinen Schäden, über die Anforderung der Kreisreserve zu Großbränden nach Bönen bei Hamm und den Großbrand in Dörentrup Bega im Mai, über Scheunenbrände in der Gemeinde und die Bergung zweier Toten aus der Weser, bis zum Brand vor einige Tagen in Lagenholzhausen waren alles dabei. Der heiße Sommer hat uns besonders in der Hochphase zu sechs Wald- und Flächenbränden herausgefordert, die wir aber gut meistern konnten.“ berichtete der Wehrführer. Die Anschaffung von drei Transportern für die Löschgruppen Talle und Langenholzhausen sowie für die Kindefeuerwehr in Erder gehören genauso zu seinem Bericht wie die Mitteilung, dass die hier versammelten Kammeraden durchaus damit rechnen müssten, noch einmal neue Aufnahmeanträge in die Feuerwehr zu unterschreiben. „Das sind die Folgen des verschärften Datenschutzes, sonst dürfen wir hier nicht mehr darüber berichten, wer Geburtstag hat oder Goldene Hochzeit feiert“, fügte Udo Knaup hinzu. Er selbst wurde vor wenigen Tagen sechzig, auch das gehörte zu seinem Bericht.

Bürgermeister Mario Hecker meinte dazu anschließend in einer spaßigen Bemerkung an Helmut Hagedorn, der für sein ‚Sechzigstes‘ geehrt wurde: „Helmut überlegt mal, als du damals beigetreten bist, in dem Jahr wurde Udo geboren.“

Dann lobte er die Wehrführung und die Verwaltung für ihre Hilfe bei der Suche nach den Zuschüssen für die Fahrzeuge und das neue Gerätehaus in Stemmen, besonders Michael Grüttemeier, der das Maximum für die neuen Fahrzeuge herausgeholt habe.

Zu offensichtlich vereinzelt auftretenden kritischen Fragestellungen zum Neubau in Stemmen sagte der Bürgermeister: „Ja wir bauen hier in Gemeinschaft mit der AWO ein neuen Gerätehaus dem es aber nichts an fehlen wird. Auch ein Gemeinschaftshaus und das in einem. Ich möchte daran erinnern, dass der Bau eines Feuerwehrgerätehauses Aufgabe der Gemeinde ist. Wir aber, wie alle wissen, dafür in der Höhe kein Geld haben. Deshalb nutzen wir alle Möglichkeiten der Förderungen über das Land und den Bund. Ich darf in diesem Zusammenhang daran erinnern, dass allein der Abriss jetzt schon mit 85 Prozent öffentlicher Mitteln gefördert wird. Dasselbe gilt für den Neubau. Ohne diese Förderung wäre Beides nicht möglich“, schloss der Bürgermeister.

Die Ehrenabteilung hat jetzt aktuell 60 Mitglieder, von denen etwa Zweidrittel zur Jahresabschlussveranstaltung gekommen waren.

Die nächsten drei Haupttermine für die Ehrenabteilung sind nun die Jahreshauptversammlung am 18. Januar 2019 in Lüdenhausen, das Frühjahrtreffen am 16. März 2019 ebenfalls in Lüdenhausen und das Herbsttreffen am 2. November 2019 in Kalldorf.