„Goldene Hochzeit mit Hindernissen“ in Silixen

Extertal-Silixen (ar). Die Vorbereitungen laufen beim Freizeittheater Silixen auf Hochtouren, und die zwölf Schauspielerinnen und Schauspieler sind voll fixiert auf Freitag, den 2. November. Denn dann startet um 19.30 Uhr die Premiere für das Stück „Goldene Hochzeit mit Hindernissen“ in drei Akten von Helmut Schmidt in der Aula der Grundschule Silixen.

Ein volles Haus wird erwartet, und die Akteure knien sich voll in ihr Stück hinein. Die Texte sitzen bei einigen schon total, andere riskieren gelegentlich noch einen Blick in das Textheft, und die Souffleuse vermittelt die nötige Sicherheit. Wie in den vorigen Jahren hat die Truppe um Sarah Ließ die Regie kollektiv selbst in die Hand genommen, was bedeutet, dass viele Entscheidungen über die Darstellung der einzelnen Charaktere gemeinsam getroffen werden. Auch die bunten Kulissen mit Motiven, die wohl jeder in Silixen wiedererkennt, sind in akribischer Eigenarbeit entstanden.

Seit Juni wird an dem Boulevardstück geprobt, und der Verein will in dem 30. Jahr seines Bestehens natürlich eine vollendete Performance hinlegen. So ein Jubiläum können in weitem Umkreis sicherlich nicht viele Schauspieltruppen nachweisen, und in der Kernbesetzung sind sogar noch einige Mitwirkende aus den Anfängen des Freizeittheaters Silixen mit dabei. Da zeigt sich die Verbundenheit der Einwohner mit dem Ensemble, denn die rund 200 Plätze fassende Aula ist schon jetzt so ziemlich ausgebucht.

Wie es sich für ein knackiges Boulevardstück gehört, ist auf der Bühne eine Menge los. Denn Gesina und Engelbert Dykhoff stecken mitten in den Planungen für ihre goldene Hochzeit. Das Fest soll perfekt werden, schließlich möchte man im Dorf weiterhin ein hohes Ansehen genießen. Doch die Organisation gestaltet sich komplizierter als gedacht. Neben der Unterstützung der eigenen Tochter bringt die Enkeltochter Pia eine Überraschung mit ins Spiel: Der französische Hochzeitsplaner Froonck-Geró soll dabei helfen, das Fest auszurichten, sorgt aber bei allen Anwesenden eher für Verwirrung. Hinzu kommt, dass der über 90-jährige demente Opa Hannes unentwegt nervt, Stefanies Mann Steffen von der Nachbarin Katharina Klostermann angefahren wird, und nun wochenlang Gips am Bein tragen muss.

Herrliche Verwicklungen, die sich natürlich am Ende auflösen und einen vergnüglichen Abend garantieren. Dafür sorgen auch die sehr passend besetzten Rollen mit beispielsweise Ole Bösing als durchgeknalltem Opa, Dirk Schröder und Maria Böttcher, Simon Edeler und Sarah Ließ, um nur einige zu nennen.

Die weiteren Aufführungen finden dann am Samstag, den 3. (14.00 Uhr und 19.30 Uhr) sowie Freitag, den 9. (um 19.30 Uhr) und Samstag, den 10. November statt. An diesem Samstag ist der Beginn schon auf 19.00 Uhr vorgezogen, denn im Anschluss an die Vorstellung soll das 30-jährige Jubiläum gefeiert werden.