Ein ganzes Wochenende voller toller Attraktionen

Barntrup (ar). Die Barntruper hatten schon wieder einmal den Wettergott auf ihrer Seite, und so war das Stadtfest am Wochenende ein Event für die ganze Stadt.

Nachdem die After-Work-Party am Freitag vor der Sparkasse schon vielen Barntrupern zum Vorglühen diente, war am Samstag und Sonntag die Innenstadt von einem Menschenmeer bevölkert. Auch die Besucher aus dem weiten Umland kamen toll auf ihre Kosten. Man muss aber auch die exzellente Arbeit des veranstaltenden Marketingvereins hervorheben, der es wiederum geschafft hatte, ein vielfältiges, buntes und unterhaltsames Programm auf die Beine zu stellen.

In der für den Verkehr gesperrten Mittelstraße reihten sich Stände und Buden auf, an denen die Barntruper Vereine sich mit ihren Angeboten präsentierten. Die Bühne am Marktplatz begeisterte mit zahlreichen Vorführungen, und auch im Stadtpark ging die Post mit Ausstellern und Künstlern ab, getoppt von dem Einsatz der unermüdlichen Löwenmama, die bei einem Fußball-Dart-Turnier, zusammen mit dem Förderverein RSV, für das Kinderhospiz Detmold für ein reichliches Spendenaufkommen sorgte.

Zu Beginn der Festmeile, nämlich vor der Stadtsparkasse, hatte sich die Kreisjägerschaft mit ihrer rollenden Waldschule niedergelassen, wo Kinder und natürlich auch Erwachsene allerhand über den Wald und seine Tiere erfahren konnten, anschaulich unterstützt von vielen Präparaten, bei denen man einem Wiesel oder einem Wildschwein auch einmal bedenkenlos nahe kommen konnte.

In der Mittelstraße hatte sich die Straßenverkehrswacht des Kreises Lippe mit einem echten Aktivprogramm für alle Altersklassen platziert. Der Rollator-Parcours sprach die Älteren an oder jene, die sich so fühlen, für die Jüngeren schien der Überschlagssimulator genau das Richtige zu sein, und für alle, die einmal wissen wollten, wie es sich anfühlt, mit einigen Promille im Blut noch koordiniert zu handeln, gab es den Seh- und Promilleparcours. Wahrscheinlich sank bei einigen Teilnehmern daraufhin doch der Konsum alkoholischer Getränke.

Mit vielen und teils skurrilen Angeboten glänzte der Kunsthandwerkermarkt, und auch die Freiwillige Feuerwehr Barntrup war mit einem Informationsstand anwesend. In dichtem Gedränge schob sich der Besucherstrom durch die Straße, verharrte hier und da, guckte, lauschte und ließ sich von den intensiven Düften der Stände mit leckeren Delikatessen, rustikalen Bratwürstchen oder gebrannten Mandeln zu einer Snack-Pause animieren. Freundliche Geruhsamkeit lag über der Stadt, viele Gespräche, viele Spontankontakte und auch viele Begegnungen von Menschen, die sich hier seit langer Zeit wieder trafen, zauberten eine lässige, familiäre und angenehme Atmosphäre.

Wer es lauter auf die Ohren brauchte oder für die Augen mehr Action suchte, der wurde vor der Bühne am Marktplatz fündig. Hier gaben sich die unterschiedlichsten Aktionen die Klinke in die Hand. Schon die Eröffnung mit der Big Band des Städtischen Gymnasiums und der Modenschau des Deutsch-Kunst-Kurses hatte Pep und Frische, und der TV Barntrup zeigte, wie nützlich Zumba, YOU YI FUSION und Taekwondo für Körper und Geist sein können.

Die musikalische Unterhaltung besorgte der Chor der von Haxthausen Grundschule gemeinsam mit dem Chor der Paradiesmühle. Und die Frisurenschau von Karina Meier – Ihr Friseur setzte mit manchem „Ahh“ ond „Ohh“ noch ein Sahnehäubchen drauf.

Ein richtig fetziger Höhepunkt waren am Samstagabend „Die Feuerleute“ mit ihrer atemberaubenden Feuershow, woran etwas später die Live-Showband „88 MILES“ nahtlos anknüpfte. Die darauf folgende Party mit den DJs des Carambolage Music Hall Teams war dann bis reichlich spät der krönende Abschluss eines fulminanten Samstags.

Wie schon am Samstag wurde das Stadtfest von den Barntrupern auch am Sonntag super angenommen. Wer am Vortag nicht kommen konnte, nutzte nun den Tag, an dem sich mit dem Sonneborner Blasorchester, dem Lipperlandorchester Alverdissen und der Big Band der Musikschule Barntrup gleich drei Klangkörper erster Güte aus dem einheimischen Raum zur Freude der Festbesucher präsentierten. Basseltan, der Gaukler, war wieder als Walking Act unterwegs und entzückte das Publikum.

Rundum war es einfach ein Spitzen-Stadtfest mit tollen Events, viel guter Musik und Angeboten, was schon Vorfreude aufs nächste macht. Doch ernsthaft betrachtet, müssten dann noch viele Barntruper, die ein solches Fest gut finden, sich ebenfalls engagieren, mit Ideen einbringen und den Marketingverein tätig unterstützen, denn ein solch umfangreiches Fest benötigt einfach viele Köpfe und Hände, um dieser attraktiven und charakteristischen Veranstaltung eine Zukunft zu geben.