Kalletal rockt Vol.2 – Schwarze Kutten, heiße Burger und „Hammer“ Musik

Kalletal-Lüdenhausen (fmt). Wird das ein neues Highlight im Kalletaler Veranstaltungskalender? Am Wochenende fand in Lüdenhausen das zweiter Kalletaler Rock-Festival statt. Nach einem stockenden ersten Versuch im letzten Jahr fand nun ein Erfolg versprechender zweiter Anlauf statt.

Ob es ein großes Festival werden wird, so weit will man im Kleikamp in Lüdenhausen noch nicht denken, aber auch im schleswig-holsteinischen Wacken oder in Lemgo-Lieme fing alles einmal so klein an. Ein paar Rockmusik Begeisterte fanden sich zusammen und beschlossen: „Wir machen ein Open Air“.

In Lüdenhausen starteten ein paar Musiker rund um Norbert Görder mit dieser Idee im letzten Jahr den Versuch, etwas anderes als die „Top Fourty“ aufs Land zu bringen. Der Verein „Stage-Team-OWL“, zu dem neben Norbert Görder auch die Initiatoren der Kalletaler Veranstaltung Kai Schubert, Daniel König und Olav Heitz gehören, wollen mit ihrem Konzept „Food & Rockfestival“ jungen Rock-Musikern aus ganz OWL eine Bühne zum Sammeln von Erfahrungen geben. Deshalb veranstaltet der Verein jährlich vier Festivals in Paderborn, Bielefeld, Münster und jetzt eben auch im Kalletal.

„Wir nehmen nur Bands, die eigene Musik interpretieren. Die Musiker bewerben sich bereits bundesweit, wir haben jetzt schon mehr als 100 Bands im Portfolio“, sagt Norbert Görder.

Was im letzten Jahr noch so aussah, als wenn es nur einmal und dann nie wieder stattfinden werde, entwickelte sich in diesem Jahr schon zu mehr als einem Insider-Tipp.

Am Freitagabend, dem ersten Abend der zweitägigen Veranstaltung war der Platz vor der Bühne prall gefüllt. Bis weit in die Dunkelheit kamen die Musikfans. Einige Teilnehmer aus Paderborn und Münster hatten gar ihre Zelte aufgeschlagen – ein richtiges Festivalfeeling, auch wenn die Temperaturen zu wünschen übrig ließen.

„Bis jetzt ist noch alles umsonst, aber die Bühne und das ganze Drumherum wird auf Dauer nicht mit den Vereinsgeldern finanzierbar sein. Möglich, dass im nächsten Jahr schon ein geringer Eintritt erhoben werden muss“, sagt Kai Schubert vom Nothern Darkness Hardrock Metall-Club OWL.

Norbert Görder appelliert in diesem Zusammenhang an mögliche Sponsoren. „Während die sogenannte E-Musik von vielen Institutionen gefördert wird, findet die Rockmusik nur wenig Unterstützung. Da würden wir uns freuen, wenn sich im Denken etwas ändern könnte“, sagt er in der Hoffnung, dass damit Eintrittsgelder für die Besucher dann erst einmal vom Tisch wären.

Die Stimmung am Wochenende war jedenfalls richtig gut – festivalverdächtig eben.

Um den Kultstatus des Festivals in Wacken zu erreichen, könnte dann im nächsten Jahr der Fanfarenzug Blau-Weiss Kalletal oder die Drummer der Musikfreunde Schwelentrup die Veranstaltung eröffnen. Platz für mehr Besucher ist auf der Wiese vor Lüdenhausen allemal.