Von der Geschichte bis zur eigenen Herstellung

Nordlippe (red). „Das duftet ja super“, freut sich Anna. Gemeinsam mit neun weiteren Jugendlichen hat die zwölfjährige Dörentruperin sehr viel über Seife erfahren. Und das an einem besonderen Ort. Im Rahmen des NRW-Kulturrucksacks brachten Andrea Franke und Frank Wiertlewski die benötigten Utensilien mit und richteten ihre Seifenwerkstatt im Jugendwaggon der Landeseisenbahn Lippe-Initiative „Jugend unter Dampf“ ein.

An zwei Tagen lernten die sieben Mädchen und drei Jungen aus Lemgo, Kalletal und Dörentrup zuerst etwas zur Geschichte der Seife. „Ursprünglich wurden Seifen viele Jahre zur Heilung von Wunden genutzt“, erläutert Frank Wiertlewski. Nach der Theorie ging es dann zur Praxis. Die Seife wurde gekocht und mit Düften und Kräuter vermengt. „Die Herstellung von Seifen ist eine alte Handwerkskunst und wir freuen uns, wenn wir jungen Menschen unser Wissen weitergeben können“, betont Andrea Franke. Da immer mehr Menschen Probleme mit trockener und empfindlicher Haut haben, genießen sie Andrea Frankes Seifen. Beim Workshop verwendete Franke sicherheitshalber die ungefährlichere „Zweitkochung“. Dazu mussten die Jugendlichen vorher zirke vier Monate alte Seifen zerkleinern. Bis zum ersten Pflegeeinsatz müssen Anna und die anderen Jugendlichen aber noch etwas warten: „Die Seifen müssen jetzt noch sechs bis acht Wochen aushärten, bevor wir sie nutzen dürfen“. Das NRW-Kulturrucksack-Angebot „Seifenwerkstatt“ wurde durch das Kulturteam der Alten Hansestadt Lemgo im Kooperation mit der Initiative „Jugend unter Dampf“ organisiert.