Feuerwehr hat wieder eine Leitung

Barntrup (ar). Ein sichtlicher Ruck und ein Aufatmen ging am Donnerstag durch den Barntruper Ratssaal. In würdigem Rahmen wurde die neue Leitung der Freiwilligen Feuerwehr installiert, und damit endete eine frustrierende Phase der Vakanz.

„Ohne Sie wäre die Stadt nicht das, was sie heute ist,“ betonte Bürgermeister Jürgen Schell in seiner Laudatio. „Früher waren es die ältesten und mutigsten Bürger, die in einer Stadt den Löschdienst versahen, heute sind die Mitglieder unserer Feuerwehr hochausgebildet, gut motiviert und mit ganzem Herzen dabei.“ Das hörten Stadtbrandinspektor Stefan Jakob und Brandoberinspektor Ian Thomi sicherlich sehr gerne, denn es war der Startschuss in ihre neuen verantwortungsvollen Ämter. Seit dem 27. August führt Stefan Jakob offiziell die Barntruper Wehr, das Stellvertreteramt bekleidet Ian Thomi.

Zur feierlichen Vereidigungszeremonie erhob sich der gesamte Saal mit den Vertretern der Ratsfraktionen, der Freiwilligen Feuerwehr und den Gästen, und Bürgermeister Jürgen Schell waltete seines Amtes. Zunächst erhob Stadtbrandinspektor Stefan Jakob die rechte Hand, der Bürgermeister sprach die Eidesformel vor, und Jakob wiederholte sie Satz für Satz. Ebenso wurde Ian Thomi vereidigt, und damit hatte Barntrup endlich wieder eine Leitung seiner Feuerwehr.

Nun soll das Schiff Die Übergabe der neuen Schulterklappen sowie der Urkunde, aufgepeppt durch einen Blumenstrauß, war schnell erledigt, dann ergriff Wolfgang Schlösser, ehemaliger Wehrführer, das Wort. Er sprach von „zwei gut ausgebildeten Kameraden, die unsere Feuerwehr wieder auf den richtigen Weg bringen und die neue und gute Impulse einleiten,“ und er appellierte an die neue Führung, wieder Ruhe in die Feuerwehrgemeinschaft zu bringen und Probleme in der Wehr durch gemeinsame Gesprächen zu lösen.

wieder Fahrt aufnehmen

Die frühere Missstimmung sprach auch Stefan Jakob an, der zugleich bemerkte, dass der ehemalige Wehrführer bei der Zeremonie nicht anwesend sei. „Nun soll das Schiff wieder Fahrt aufnehmen“, gab er seiner Hoffnung Ausdruck und forderte einen vielschichtigen Austausch und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Mit Hinweis auf den bisherigen konstruktiven Austausch mit Ordnungsamt und dem Bürgermeister versprach er, Erwartungen und Hoffnungen zu erfüllen, „denn wir wollen Ziele gemeinsam umsetzen. Wir packen das.“

Da blieb seinem Stellvertreter nur noch, sich in seiner kurzen Ansprache für die gründliche Einarbeitung ins neue Amt zu bedanken, ebenso, wie einen besondern Dank an seine Ehefrau Nadine und alle Frauen und Partnerinnen der Feuerwehrleute zu richten, die immer die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr unterstützen. „Feuerwehr bedeutet auch Verzicht,“ erläuterte er, doch kann man davon ausgehen, dass die Freiwilligen, die sich 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr für ihre Mitbürger engagieren, dies gerne und mit Stolz tun.

Da war dann die Übergabe eines ganz speziellen Handys, das, mit Sensoren ausgestattet, thermische Messungen vornehmen und sogar Glutnester aufspüren kann, noch ein Sahnehäubchen obendrauf. Dieses Geschenk, das mithilfe der Stiftung der Sparkasse möglich wurde, überreichte Bürgermeister Jürgen Schell, bevor man zum geselligen Teil überging, auf den schon eine große Anzahl von Feuerwehrkamerade. die sich vor dem Rathaus eingefunden hatten, wartete.