Draußen lernen, wie die Welt funktioniert

Kalletal-Langenholzhausen (fmt). Bürgermeister Mario Hecker, der gleichzeitig der Kuratoriumsvorsitzende der Finke-Stiftung ist, hat jetzt eine Spende über 500 Euro an das Projekt „Generationen übergreifendes grünes Klassenzimmer“ an der Grundschule Langenholzhausen überbracht. Aus aktuellem Anlass wurde er dabei von den Langenholzhauser Ratsmitgliedern begleitet. Die Ratsmitglieder nutzten den Termin, um sich gegen die Forderung der UKB-Ratsfraktion, die Schule in Langenholzhausen und Bavenhausen zu schließen, auszusprechen.

„Wir stehen nicht nur voll hinter dem Projekt “Grünes Klassenzimmer“, sondern auch hinter der Grundschule Langeholzhausen“, sagte der Bürgermeister an Schulleiter Harald Hengstler gerichtet.

Ein Projekt wie das “Grüne Klassenzimmer„ sei nicht nur wichtig für die Entwicklung der Kinder sondern auch nur durchführbar, weil es direkt vor der Tür stattfinden kann, fügte er noch hinzu. Er bedankte sich besonders bei Anne Stoppe, die sich maßgeblich für das Projekt engagiert.

Die ursprüngliche Idee dazu Kinder für die Streuobstwiese zu interessieren kommt jedoch von Vanessa Kowarsch. Die Obstbaumwartin arbeitet mit dem NABU Lippe zusammen und betreibt das Projekt “Lebendige Landschaft Streuobstwiesen“ seit dem Jahr 2016.

Die Streuobstwiese der Schule am Habichtsberg liegt etwa zwei Kilometer oberhalb der Schule auf dem Gelände von Bauer Höfer. Die Kinder lernen hier nicht nur von ihren Großeltern, sondern auch viel über die Artenvielfalt des Obstes und über das Lebens auf der Wiese. Weil die Grundschule ein wichtiges Thema ist, waren auch die Langenholzhauser Ratsvertreter eingeladen. Manfred Rehse von der SPD konnte den Termin aus privaten Gründen nicht wahrnehmen, die anderen waren gekommen. Jens Unshelm von der FMK nahm die Gelegenheit war und äußerte sich zu der Forderung der UKB die Grundschulen im Kalletal bis auf eine zu schließen. Der Antrag wurde in den letzten Tagen im Internet heiß diskutiert, nachdem alle Beteiligten davon über einen lokalen Radiosender erfahren haben.

Unshelm sagte, auch in Absprache mit den anderen Fraktionen im Rat: „Wir teilen die Forderung der UKB nicht die beiden Grundschulen in Langenholzhausen und Bavenhausen zu schließen. Wir haben lange für die Ertüchtigung der Schulen gekämpft und investieren jetzt in allen Schulen und in deren Zukunft. Bei der Wohnortwahl ist es für junge Eltern wichtig, einen über Jahre hinweg verlässlichen Kindergarten- und Schulstandort zu haben. Nach dem Motto ‚Kurze Beine, kurze Wege‘ werden wir alle Standorte erhalten. Mit uns wird es keine Schließung geben.“ Bürgermeister Mario Hecker ergänzte die von der UKB angeführten niedrigen Zahlen noch dahingehend, dass allein unter den derzeit im Kalletal untergebrachten rund 300 Flüchtlingen 99 Kinder sind, die beschult werden müssen.