Ein Wochenende lang feierten die Schwelentruper

Dörentrup-Schwelentrup (red). Das arbeitsintensive 90-jährige Vereinsjubiläum ist für Vorstand und Mitglieder des RSV Geschichte. Jetzt haben die Schwelentruper kräftig gefeiert.

18 Monate vor Festbeginn wurde eine Planungsgruppe inklusive Vorstand gebildet. In regelmäßigen Sitzungen wurden die Planungsschritte in einem Organisationsplan vorbereitet und fortgeschrieben. Vier Wochen vor den Festtagen begann die zu diesem Zweck gegründete Abteilung „grün“ mit ihrer Arbeit. Umgefallene Bäume wurden zersägt, Bäume zurückgeschnitten, der Zaun um den Sportplatz von Zweigen, Dornenbüschen und Gras befreit. Ebenfalls wurde der Fußweg zum Sportplatz großzügig freigeschnitten. Seitlich von der Eingangstreppe kam es zur Anpflanzung von über 300 Bodendeckern. Hierfür zeichneten sich überwiegend Willi Ostmann, Peter Reineke und Bernhard Utke verantwortlich.

Die Gemeinde Dörentrup zeigte sich sehr kooperativ und stellte Werkzeuge wie Motorsäge und Freischneider zur Verfügung. Außerdem wurden die großen Haufen von Stämmen, Ästen und der umfangreiche Grünschnitt abtransportiert. Das Sporthaus sowie die Treppengeländer wurden von Vorstand und Mitgliedern gesäubert und frisch gestrichen. Im Eingangsbereich wurden Leuchtstofflampen gegen LED-Licht ausgetauscht.

Und so begannnen die Festtage am Freitag mit einem Kommers im Festzelt auf dem Bergstadion. Das Festzelt war in Eigenleistung unter der Regie des 2. Vorsitzenden Klaus-Dieter Stehle errichtet worden. Vorsitzender Hans-Joachim Nieden eröffnete die Feierlichkeit und hieß etwa 200 Vereinsmitglieder und Gäste willkommen. Bürgermeister Friedrich Ehlert, stellvertretender Landrat Kurt Kalkreuter, Werner Fritzensmeier vom FuL-Kreis Lemgo und Vorsitzender Frank Fiebig vom Verein „Schwelentrup aktiv“ sprachen Grußworte und überreichten Briefumschläge.

Die Geschichte vom RSV wurde in einem kurzen Beitrag von dem ehemaligen Vorsitzenden und Mitglied des Planungsausschusses Bernhard Utke gestreift. Auf den Tischen lag mit 150 Seiten die umfangreiche Festschrift aus, die kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

Die zahlreichen Ehrungen für mehrjährige Mitgliedschaft im Verein nahmen einige Zeit in Anspruch (siehe Bericht unten).

Der Kommers wurde unter der Regie von Vorsänger Peter Witzig mit dem Vereinslied beendet. Mitglieder und Gäste sangen dabei kräftig mit. Anschließend sorgte ein DJ für gute Stimmung bis tief in die Nacht hinein. Die in der Turnhalle vorbereitete Ausstellung in Wort und Bild wurde von vielen Besuchern frequentiert.

Die Ausstellung und die Festschrift wurden durch Bernhard Utke initiiert und koordiniert.

Eine Fortsetzung erfolgte dann am Samstag mit der Feier im Kurpark. Ein kleines Karussel war extra für den Nachwuchs aufgebaut worden. Durch die hohe Waldbrandgefahrenstufe durften leider keine der vorbereiteten Lichter im Park aufgestellt werden. Selbst ein halbstündiges Regenschauer schreckte die Besucher nicht wirklich ab. Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Partyband „Grace“, die auch schon beim 75-jährigen Geburtstag aufgetreten war.

Die Veranstaltung konnte ohne ein Eintrittsgeld besucht werden, da der RSV genügend Sponsoren für die Kostenübernahme gefunden hatte. Der über fünfstündige Auftritt von Grace vor etwa 1000 Besuchern war ein Mega-Erfolg!

Die Helferinnen und Helfer (alle vom RSV auf ehrenamtlicher Basis gestellt) von den Bierständen, der Würstchenbude und der Cocktailbar waren stark gefordert und gaben ihr Bestes.

Der vom RSV georderte Securitydienst brauchte kaum eingreifen. Auch die für die Verkehrssicherheit zuständige externe Crew musste nur im Einzelfall aktiv werden. Die von der Ordnungsbehörde vorgegebenen umfangreichen Verkehrsregelungen wie Geschwindigkeitsbeschränkungen und Halteverbotszonen waren ohne Beanstandungen durch das Helferteam des RSV-Vorstandes gelöst worden.

Zum Abschluss fand am Sonntag um 11 Uhr ein Gottesdienst im Park mit anschließendem Frühschoppen statt. Frau Pastorin Elisabeth Hollmann-Plaßmeier fand die richtigen Worte und stellte einen tollen Bezug zwischen Sport und dem christlichen Glauben her. Der anschließende Frühschoppen dauerte doch etwas länger als geplant und zog sich bis in die Abendstunden hin. Für Speisen und Getränke wurde an allen drei Tagen bestens gesorgt. Fazit des Veranstalters: Ein rundum gelungenes Festwochenende!