Freiwillige Feuerwehr Kalletal: Zwischen Gestern und Morgen

Varenholz-Stemmen (fmt). Drei Tage hat die Löschgruppe Varenholz-Stemmen sich und ihr Bestehen gefeiert. Dass große Festzelt am Sportplatz schien dabei leider viel zu groß für die Jubiläumsfeier zum 125-Jährigen. Schmerzlich vermisst und zum Bedauern vieler fehlten an allen Tagen nicht nur die Vereine, sondern auch die feiernde Bevölkerung. Die Frage war warum, an den Ferien konnte es nicht gelegen haben. So feierten die Kammeraden zusammen mit den anderen Löschgruppen der Gemeinde ihr Jubiläum leider fast allein.

Am Freitag starteten die Abordnungen aller Löschgruppen bei tropischen 35 Grad zum Marsch durch das Dorf, um auf den beiden Friedhöfen in Varenholz und Stemmen den toten Kameraden mit Kranzniederlegungen zu gedenken.

Der Samstag startete zunächst mit ähnlichen Temperaturen, dem Grillnachmittag der Ehrenabteilung und einem feuerwehrtypischen Spielangebot für die Kinder. Zum ersten Mal gab es dabei die Hüpfburg als Feuerwehrauto zu sehen.

Unpassend zu den Festreden, gegen 19.30 Uhr, brach ein Gewitter und Starkregen herein. Schon während Bürgermeister Mario Hecker versuchte, seine Worte gegen den Lärm des Starkregens auf dem Zeltdach durchzusetzten, erreichte die Löschgruppe Erder eine Alarmierung. Alle Mitglieder stürmten daraufhin aus dem Zelt und in den Regen. So bekamen sie nicht mit, dass der Bürgermeister neben dem Lob und dem Dank an die ehrenamtlichen Feuerwehrleute auch das neue Gerätehaus, das als Gemeinschaftshaus zusammen mit der AWO gebaut werden soll, ansprach. Gleichzeitig kündigte er an, dass die neue Fähre noch Ende September, spätestens bis zum 3. Oktober nach Varenholz kommen soll. Möglicherweise, so Mario Hecker, sei dann auch der WDR mit der Sendung „Die Sendung mit der Maus“ mit dabei. Für das nächste Jahr kündigte der Bürgermeister eine „Italienische Sommernacht“ für den 6. Juli im Hof des Schlosses an. Der stellvertretende Landrat Kurt Kalkreuter startete sein Grußwort mit den Worten: „Nur die besten gehen zur Feuerwehr. Was die Wehren so stark macht, ist das die Männer und Frauen hier für andere da sein wollen. Das macht ihren Einsatz im Ehrenamt so wertvoll. Ohne ihren Einsatz wäre schnelle und rettende Hilfe in Notsituationen nicht möglich.“ Gleichzeitig lobt er den Bau des neuen Gerätehauses als Gemeinschaftshaus mit der AWO als gutes Beispiel auch für andere.

Wehrführer Udo Knaup erinnerte an den Brandschutzbedarfsplan und daran, wie wichtig jede einzelne Löschgruppe für die Gemeinde ist.

Nach weiteren Grußworten der Kirchengemeinde, des Sozialverbands, des DRK des Sportvereins und der SPD-Ortsgruppe ehrten die Kammeraden der LG Varenholz-Stemmen noch ihren Gruppenführer für dessen zwanzigjährigen Einsatz in dieser Position.

Am Sonntag ging das Fest mit einem Gottesdienst und einem gemeinsamen Kaffeetrinken zu Ende.