Mehrheit der Ratsfraktionen stellt sich gegen die UKB

Kalletal-Langenholzhausen (rto). Zur Begehung der Baustelle in der Schule am Habichtsberg trafen sich jetzt Vertreter der Ratsfraktionen zusammen mit der Architektin Wera Binder vom gleichnamigen Büro in Lemgo. Die Langenholzhauser Ratsmitglieder waren dabei nicht vollzählig, da urlaubsbedingt ein Teil nicht anwesend war. Sie sind sich aber parteiübergreifend einig, was die Schulstandorte im Kalletal angeht.

Manfred Rehse (SPD) fasste dazu noch einmal die schon von Jens Ushelm vor Tagen gemachten Statements zusammen: „Der Antrag der UKB ist völliger Blödsinn und an der Realität vorbei. Hier soll auf Kosten der Kinder eine Unruhe in die Gemeinde gebracht werden, deren Ziel uns nicht klar ist. Fest steht, die Ratsmehrheit aller Fraktionen, außer der UKB offensichtlich, steht zum Erhalt aller drei Schulstandorte.“

Die UKB (Unabhängige Kalletaler Bürger) hatten noch vor der Sommerpause gefordert, die Sanierungsarbeiten an der Grundschule in Langenholzhausen, die sich im Wesentlichen auf zwingend notwendige und längst überfällige Brandschutzmaßnahmen beziehen, zu stoppen, und die Grundschulen Am Teimer in Bavenhausen und Am Habichtsberg in Langenholzhausen zu schließen.

Fritz Kreie (CDU) unterstützt seinen Ratskollegen Rehse und spricht von einer gute Substanz, die das Gebäude in Langenholzhausen noch hat. Alle sind empört über die Äußerungen der UKB, auch vor dem Hintergrund, dass die jetzt durchgeführten Brandschutzmaßnahmen bereits im Jahr 2010 beschlossen wurden und auf gesetzlichen Vorgaben beruhen. „Deshalb stellt sich nicht wie von der UKB gefordert die finanzielle Frage und wann wir dafür Geld haben, sondern hier geht es um die Sicherheit der 137 Kinder“, sind sich die beiden Ratsvertreter einig.

„Was passiert denn, wenn wir die Schule schließen? Dann gehen die Kinder der Weserdörfer nach Vlotho oder Möllenbeck und sind auch später für die Gemeinschaftsschule in Hohenhausen weg“, sagt Manfred Rehse. Fritz Kreie gibt zu bedenken, dass auch der Leerstand des Hauses nicht unerhebliche Kosten verursacht, ebenso wie ein möglicher Abriss.

Dass im Zuge der Brandschutzmaßnahmen jetzt auch die Modernisierung für bessere Bildung durch die Nutzung der neuesten IT-Infrastruktur erfolgt, sei eine Maßnahme in die Zukunft die sich jetzt kostensparend mit erledigen lasse, so die zwei Politiker. Zur Sicherung des Brandschutzes gehören neue Decken unter den jetzt die Kabel neu und sicher verlegt werden. Dazu werden die Oberlichter zum Flur hin geschlossen und neue Trennwände eingezogen. Die Klassenräume bekommen neue Lampen und das Flachdach in Außenbereich wird saniert.

„Eine solche Investition ist ein Zeichen nach außen für mögliche Neubürger, die Kindergarten und Schule vor Ort als Grundvoraussetzung einer Neuansiedlung sehen. Das von der UKB jetzt in die Welt gesetzt Signal ist nicht nur falsch, sondern auch schädlich für alle Bemühungen den ländlichen Raum zu beleben“, so die Meinung der beiden Parteienvertreter die im Namen der gesamten Ratsmehrheit sprechen.