Zweite Fahrrad-Demo für die Forderung eines Radweges entlang der Bundesstraße 238

Kalletal (fmt). Zum zweiten Mal hat die Initiative für einen Fahrradweg von Langenholzhausen nach Hohenhausen demonstriert. Dazu trafen sich rund 130 Radfahrer am Sonntag zum Start in Lange-holzhausen. Noch einmal gut dreißig Radfahrer kamen am Ende am Freibad durch Mitglieder des Vereins „Alt Lemgo“, die extra aus Lemgo angeradelt waren, hinzu. Die Bürgerinitiative Fahrradweg wollte damit erneut ihre Forderung nach einer sicheren Verbindung für Radfahrer von Langenholzhausen nach Hohenhausen Nachdruck verleihen.

Bei der ersten Demonstration im letzten Jahr waren trotz des starken Regens schon über hundert Beteiligte dabei. Doch Andreas Miehle, Vertreter der Initiative aus Lange-holzhausen, musste jetzt über das Jahr hinweg feststellen, dass die Mühlen der Verwaltung sehr langsam mahlen und Wünsche auch manchmal nicht erfüllt werden. Denn, im letzten Jahr gab es nur eine Zusammenkunft mit den Straßenbaulastträger Straßen.NRW und dem Radwegebeauftragten des Kreises, Jürgen Deppermann. „Das Ergebnis: Straßen.NRW hat nach eigenen Aussagen keine Kapazitäten. Nicht einmal dafür, selbst einen Externen für die Planung zu beauftragen. Hinzu kommt, dass die Straße offensichtlich aus technischen Gründen für einen Radweg nicht geeignet sei. Außerdem erwägt der Straßenbaulastträger die Planung und den Bau möglicherweise an die Gemeinde abzutreten“, so Andreas Miehle vor dem Start.

Bürgermeister Mario Hecker wies das jedoch zurück: „Die Gemeinde hat dafür weder Geld noch kann sich der Straßenbaulastträger, in diesem Fall Straßen.NRW von seiner Verantwortung lösen.“ Der Bürgermeister sagte zudem, dass man sich oft von gewünschten Dingen trennen muss und wies auf den Waldweg bis Dalbke hin, der schon im letzten Jahr in der Diskussion war. Hierzu soll es eine Begehung des Waldweges geben – entweder am Freitag, 3. August oder am Freitag, 10. August um 8 Uhr. Der Termin in Dalbke soll dann mit einer Vertreterin des Umweltamtes des Kreises und mit den Initiatoren der Bürgerinitiative stattfinden. „Bis hierher sei eine Wegführung wahrscheinlich möglich. Wie es dann bis Hohenhausen weitergehen soll, dass steht nach wie vor in den Sternen. Straßen.NRW, wird nicht vor dem Jahr 2023 mit der Planung der Umgehung von Hohenhausen beginnen“, so die Auskunft an Andreas Miehle. Dabei könnte dann die Planung eines Radweges mit aufgenommen werden.

Am Ende zeigte er sich unzufrieden mit dem bisherigen Verlauf: Zwar sei es eine gelungene Veranstaltung mit mehr als 130 Teilnehmern gewesen, doch leider, seien bis den Bürgermeister in diesem Jahr keine „Offiziellen“ aus Detmold gekommen, stellte er fest.

„Wir stimmen mit der Meinung des Bürgermeisters nicht überein. Der Waldweg ist in jedem Fall die schlechtere Alternative zum Fahrradweg direkt an der B238. Deshalb fordern wir kurzfristig die Erstellung eines Umweltverträglichkeitsgutachtens durch Strassen.NRW, bezüglich der Auenlandschaft und Wiesen bei Dalbke und den Bau des Radweges entlang der B238“ sagte er abschließend.