Neue Ideen vorgestellt

Kalletal-Varenholz. Kürzlich war die SPD-Ratfraktion der Gemeinde Kalletal zu Gast im Weserauenpark-Infozentrum in Varenholz. Michael Eggersmann, Geschäftsführer des sand- und kiesfördernden Unternehmens, begrüßte die Gäste und bedankte sich für das Interesse. An Hand von Plänen und Entwürfen, die chronologisch an den Wänden hängen, führte er durch das Zentrum und erklärte, dass sich im Zuge des Genehmigungsverfahrens und der Zusammenarbeit mit dem NABU neue Dinge aufgetan und andere verändert hätten. „So wächst nicht nur eine Idee, sondern es entwickelt sich auch eine andere Vorstellung des neuen Rohstoffgewinnungs- und Naturschutzgebietes“, trug er vor.

Im Mittelpunkt steht natürlich das neue Rohstoffgewinnungsgebiet im Weserbogen zur Landesgrenze nach Niedersachsen. Hier könnten zukünftig statt eines großen Abbausees mehrere kleine und unterschiedlich tiefe Teiche entstehen. Zusätzlich könnten kleinere zusätzliche Weserarme für Durchfluss sorgen. Die Anlegung eines Radweges, könnte sozusagen als Grenze zum Förderungsgebiet nicht nur den Lückenschluss des Weserradweges, sondern auch die Grenze zum dann entstehenden Naturschutzgebiet bilden. Das bisherige Nutzungsgebiet an der Weserfähre könnte so im Gegenzug zum Teil freigegeben und mit neuen Wanderwegen versehen, als Erholungsgebiet dienen. Michael Eggersmann stellt sich vor, dass für das so gemeinsam zu sehende alte und neue Gebiet, ein sogenannter “Ranger“ verantwortlich sein würde. Der soll dann auch Ansprechpartner und Führer für Exkursionen innerhalb des Geländes werden. Zu den Vorstellungen gehören auch die Verkehrsberuhigung und ein Fußweg am Beutebrink, dem Weg zur Weserfähre.

Der Fraktionschef der SPD Ratsfraktion Manfred Rehse erfuhr auf Nachfrage, dass der geförderte Kies und Sand fast ausschließlich zum Eigenbedarf der Versorgung des Garant Betonwerkes hier in der Region gefördert wird.

Die Fraktionsmitglieder zeigten sich nach dem Besuch zufrieden über die Informationen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende, André Bierbaum, äußerte sich sogar dahingehend, dass er sagte: „Ich finde es gut, dass der Plan jetzt schon Änderungen und Visionen aufweist die sich nicht nur starr an die alte Planung halten, sondern die neuen ökologischen Entwicklungen und Erkenntnisse schon berücksichtigen.“