Perfekter Start in die Wandersaison

Extertal-Laßbruch (red). Einen perfekten Start in die Wandersaison 2018 legten Marketing Extertal e.V. und Dorfgemeinschaft Laßbruch e.V. hin. Über 70 Wandersleute aus der ganzen Region traten am Dorfgemeinschaftshaus Laßbruch an.

Wie angekündigt wurden die Teilnehmer wandertechnisch bei dieser 7.3 Kilometer langen Tour richtig gefordert. Reichlich Höhenmeter sowie unwegsames und steiles Gelände galt es zu bewältigen. Aber es gab auch ganz viel zu sehen und zu lernen. Erste Station war der „Buntenberg“, auf dem einige Hobbyarchäologen eine frühgeschichtliche Wallanlage vermuten. Und in der Tat ziehen sich die Reste eines etwa 100 Meter langen Steinwalls über den Gipfel. Allerdings liegen belastbare archäologische Untersuchungen und Bestätigungen bislang nicht vor.

Das harte Arbeitsleben der Steinbrucharbeiter konnten die Wanderer kurz darauf im ehemaligen „roten Steinbruch“ auf dem Buntenberg erahnen. Alte Betonpfeiler und die sehr gut erhaltene Rampe für die Loren zeugen davon. Der steile Abstieg über diese Rampe erforderte dann höchste Konzentration und gegenseitige Hilfsbereitschaft.

Nun führte der Weg gleich wieder steil hinauf zum „gelben Steinbruch“. Das ziemlich tiefe und große und noch nicht von Wald überwucherte „Loch“ ist Beleg dafür, dass dieser Steinbruch noch bis 1990 in Betrieb war.

Es folgte eine „Erholungsphase“ was die Schwierigkeit anging. In der letzten Station, im Steinbruch oberhalb von „Jerusalem“, waren dann klettertechnische Fähigkeiten von Vorteil. Ein großer Teil der Gruppe bewältigte den kurzen „Felsenpfad“ mit Bravour und war zu Recht stolz darauf. Dieser Steinbruch mit seinen Tümpeln beherbergt eine ganz besondere faunistische Rarität: Hier befindet sich eines der letzten Vorkommen der Geburtshelferkröte, die wegen ihrer Lautäußerungen im Volksmund auch als „Glockenfrosch“ bekannt ist. Diese Amphibienart ist vom Aussterben bedroht (Rote Liste 3).

Die letzten Meter zum Dorfgemeinschaftshaus fielen dann in Erwartung des leckeren „Laßbrucher Wanderschmauses“ nicht mehr schwer. Chefköchin Tante Gisi hatte einen Riesentopf Suppe gekocht. Und der wurde mit großem Appetit und Heißhunger schnell geleert. Viel Lob gab’s für diese Laßbrucher Spezialität. Dazu noch eine Tasse Kaffee oder ein Kaltgetränk – und der Wandertag war perfekt. Fotos finden Sie auf www.marketing-extertal.com

Die nächste Tour im Extertaler Wanderprogramm steht am Sonntag, 22. April an, Treffpunkt 10 Uhr Wanderparkplatz Waldstraße in Bösingfeld. „Wundersame Wesen hautnah“ heißt es dann auf dem Themenweg Schnattergang. Unterwegs wird ein Frühstück „über den Daumen“ gereicht. Lassen Sie sich überraschen!