Und ewig grüßt das Murmeltier in Kalldorf

Kalletal-Kalldorf (fmt). Vorstandswahlen sind bei der SG Kalldorf seit Jahren ein Problem. „The same procedure like every year“ wie beim “Dinner for one“ oder auch “Und ewig grüßt das Mrumeltier“ könnte man als Schlagzeile benutzen, denn wieder einmal ist die Jahreshauptversammlung des größten Sportvereins im Kalletal ohne die geplanten Neuwahlen des Vorstandes zu Ende gegangen.

Erneut steht die SG Kalldorf vor dem Problem, keinen neuen Vorstand auf die Reihe zu kriegen. Wie schon vor einigen Jahren muss nun auf einer neuen JHV in einigen Wochen ein erneuter Versuch gestartet werden, dem Sportverein einen neuen Vorstand zu geben. Bis dahin bleibt Rolf Kutkowski, der eigentlich aufhören wollte, geschäftsführender 1. Vorsitzender.

Zwar wurde Christian Pischczan, der bisherige 2. Vorsitzende, am Ende der Versammlung schon weit nach 22 Uhr, einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt, doch stellte er Bedingungen an die Übernahme des Postens. „Ich nehme die Wahl nur an, wenn wir den Vorstand um weitere zwei Personen erweitern“, sagte er auf die Frage des Wahlleiters Erhard Arning, ob er die Wahl annehme. Doch scheint es mehr als schwierig zu sein, in einem Verein mit rund 545 Mitgliedern, auch Menschen zu finden, die bereit sind für eine Zeit lang Ämter zu übernehmen. Mit nur sechs Vorstandsmitgliedern wie bisher sei die Arbeit nicht zu leisten, deshalb brauche man neue Mitglieder im Vorstand, um Arbeit zu verteilen, sagt der designierte neue 1. Vorsitzende. Sein Vorschlag, dass auch Christian Schaksmeier mit in den Vorstand kommt, wurde von dem Angesprochenen zwar nicht abgelehnt, aber ebenfalls an Bedingungen geknüpft. Auch nach längeren Diskussionen zu dem auch die Gruppe der jungen Frauen um Astrid Lätzsch hinzugezogen wurde, kam es zu keinem Ergebnis. Das liegt sicher auch daran, dass von der hohen Anzahl an mitgliedern nur gut 10 Prozent anwesend waren. So wurde die Versammlung weit nach 22.30 Uhr geschlossen und die Wahl vertagt.

Der alte Vorstand nahm jedoch zuvor wie gewohnt die Ehrungen langjährige Mitglieder vor und ernannte Doris und Max Peschel zu neuen Ehrenmitgliedern.

Ausgezeichnet für 25-jährige Zugehörigkeit wurden: Andrea Steffen und Rosemaie Engel. Vierzig Jahre dabei sind: Uwe und Maik Alsdorf, Michael Grüttemeier, Christel und Christa Diekmann, Heide Isenberg sowie Ingrid Sander. Seit fünfzig Jahren gehören Doris Herde, Erika Schaksmeier und Peter Rauchschwalbe dem Verein an.

Rolf Kutkowski, der bis zum Punkt Neuwahlen davon ausgegangen war als Vorsitzender aufhören zu können, verabschiedete sich launisch mit den Worten: „Ich war jetzt sechs Jahre euer Vorsitzender. Ich habe euch sicher viel Geld gekostet, aber es mussten Dinge getan werden, die lange liegen geblieben sind.“ Damit sprach er auch das Jahresergebnis 2017 an. Auch hier hat der Verein wieder hohe Verluste eingefahren, die aber, dank eines äußerst positiven Ergebnisses der Karnevalsabteilung dennoch zu einem positiven Jahresabschluss geführten.

Mit Unterstützung der Gemeinde wurden im vergangenen Jahr die Heizungsanlage im Sporthaus erneuert und die Duschen gefliest. Der Vorstand bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern, die dabei geholfen haben. Sonst, so Kutkowski, wäre man mit den 12.000 Euro von denen 75 Prozent von der Gemeinde bezuschusst wurden, nicht hingekommen. Letztlich wurden noch Rebecca Lätzsch und Nora Schnorr als neue Leiterinnen der Jugendabteilung vorgestellt.